Die Vorstandswahlen 1973 bringen den damals 20-jährigen Willi Schlereth an die Spitze des Vereins. Auch der Schriftführer und später Vorstand Helmut Köberlein und der Leiter Gruppe Junge Erwachsene Roland Hoch sind sein Jahrgang. Damit verjüngt sich die Gesamtvorstandschaft erheblich.
In den Folgejahren steht vor allem die Jugendarbeit im Mittelpunkt des Vereins.
1973 nimmt die Kolpingsfamilie erstmals an der Bezirksfußballmeisterschaft teil und belegt auf Anhieb den 2. Platz
Erste Jugendzeltlager wurden abgehalten und man startete die ersten Altmaterialsammlungen, die sich im weiteren Verlauf zur größten Einnahmequelle
des Vereins entwickelt.
Hier ein Foto von 1980

Ein Jahr darauf, 1974, wurde bereits eine zweite Jugendgruppe ins Leben gerufen,
das betreuende Personal mußte geschult werden, und um die Sache schmackhaft zu machen wurden die ersten Plattenpartys abgehalten, die nicht unumstritten waren.
Das ein- oder andere mal drehte der Präses im Pfarrhaus einfach die Sicherungen aus.
Das 25 Jubiläum 1975 wurde würdig gefeiert!
Im selben Jahr vergrößerte sich die Vorstandsschaft um 4 Beisitzer um den zunehmenden Aktion auch personell gerecht zu werden.
Die ersten Nachtwanderungen in den Mai fanden statt, die sich bis Anfang der 90er fest im Terminkalender der Kolpingsfamilie hielten, der ein oder andere Maibaum der Nachbargemeinden mußte dabei daran glauben.
1975 brach man auch zur ersten Pfingstwanderung auf, hier ein späteres Foto aus dem Jahre 1980

Das Jugendzeltlager in Haßfurt war ebenfalls Ziel der Kolpingsjugend .
Seit 75 steht‘s im Programm, das Johannisfeuer zur Sonnenwende .
Im Jahre 1976 bauten die Kolpingsöhne erstmals einen Faschingswagen um am Heustreu Kinderfasching teilzunehmen.
Die Nikolausaktion zur Unterstützung von Pater Hermann Schultheis wird ins Leben gerufen und ist auch heute noch sehr gefragt.
Im Folgejahr wird dann, nach zähem ringen mit dem Präses, die weibliche Pfarrjugend in die Kolpingsfamilie übernommen.
Kurz darauf vermerkt das Protokollbuch, die Gründung einer Jugendleiterrunde, dem späteren GLT (sprich Gruppenleitertreffen ) das bis heute die Aktionen und Gruppenstunden der Kolpingsjugend selbstverantwortlich koordiniert.
1978 ist die Zahl der Jugendgruppen schon auf 5 angewachsen.
Beim Europaquiz, das anläßlich der ersten Europawahl, auf Diözesan- und Bezirksebene statt findet, beteiligte sich die KF Heustreu sehr erfolgreich.
In den Sommerferien findet die erste Kinderfreizeit, als Ferienprogramm für Daheimgebliebene mit Tagesaktionen statt. Im folgenden Jahr wird erstmals gezeltet und seit 1980 ziehen zwischen 30 und 70 Kinder, im Alter von 8 und 13 Jahren, an die Wiesenmühle ins Zeltlager

Im Advent des selben Jahres wird auch erstmals eine besinnliche Frühschicht abgehalten, bis heute regelmäßig im Programm.
Die Zahl der Jugendgruppen wächst von Jahr zu Jahr, der Aktionskalender ist voll bis obenhin, aber man setzt noch einen drauf. Der erste bunte Faschingsabend wird ein voller Erfolg. Mit Elferrat und Prinzenpaar ist alles geboten was der Fasching braucht und sowohl vor als auch auf der Bühne wird schallend gelacht.
Ende 1979 geht Pfr. Cl Öfterring in den Ruhestand, einen direkten Nachfolger gibt es nicht.
1980 erreicht die Jugendarbeit ihren absoluten Höhepunkt, 13 Jugendgruppen treffen sich im Kolpingsheim, es gibt so viele Gruppenleiter, das die Kinderfreizeit und ein Jugendzeltlager gleichzeitig abgehalten werden können. Selbst ein Kindertag auf VG-Ebene mit Spiel und Spaß, Zauberer, Malwettbewerb und vielem mehr, stellt kein Problem dar.
hier ein Foto von der Siegerehrung des Malwettbewerbs 1981 übernimmt Pfr. Alois Wich die Pfarrei und wird neuer Kolpingspräses.
Nach dem Unfall von Uli Lorey, startet die Kolpingsfamilie zusammen mit mehreren Heustreuer Vereinen Spenden- und Hilfsaktionen.
In der Weihnachtszeit besucht die Kolpingsfamilie erstmals die Senioren unserer Gemeinde um ein kleines Geschenk zu überbringen. Obwohl diese Aktion schon mehrfach totgesagt wurde, findet sie auch heute noch statt.
Die Vorstandswahlen brachten immer wieder Jugendliche in das Leitungsgremium der Kolpingsfamilie.
Nachdem Wegzug von Willi Schlereth nach Wollbach, wird 1984 Helmut Köberlein Nachfolger auf dem Posten des ersten Vorsitzenden.
Mit 6 Jugendgruppen hat sich die Jugendarbeit der Kolpingsfamilie etwas gesund geschrumpft.
Die erste Fußballdorfmeisterschaft des TSV läßt die Kolpingsfamilie siegreich hervor gehen.
Die Gruppe "Sputniks" holt die Countryband "Lone star" ins Kolpingsheim, und es wackeln die Wände.
In den Jahren 86 und 87 wird der Außenanstrich des Pfarrheims erneuert.
Die Vorstandswahlen 1987 bestätigten Helmut Köberlein im Amt. Im nächsten Jahr gestaltet die Kolpingsjugend erstmals die Wachestunde am Gründonnerstag. Die darauffolgende Agabefeier im Kolpingsheim dauert bis in die Morgenstunden.
Helmut Köberlein und Paul Greb planen das Theaterspiel in der Kolpingsfamilie auferstehen zu lassen. Doch vorher ist sowohl die Bühne als auch der Pfarrsaal, theatertauglich zu machen.
Am 28.10.88 ist Premiere von "Wild West im Goldenen Lamm". Die Neugier treibt die Heustreuer ins Kolpingheim. Wer von den jungen Kolpingern spielt da wohl Theater. Die Besetzung bleibt bis zur Premiere geheim. Doch als sich "Rosmarie Greb" kurz vorher das Bein bricht, scheint die Sache gelaufen. Doch sie humpelt mit Gehgips über die Bühne und baut ihr Mißgeschick sogar in die Handlung ein. Auch Walter Illig, bekannt aus früheren Theatertagen, wird wieder aktiviert. Die Neulinge auf den Bühnenbrettern legen das Lampenfieber schnell ab. Die Vorstellung wird ein voller Erfolg.
1989 wird im Kolpingsheim weiter renoviert, der Boden der Bühne komplett erneuert.
Nach dem Theatererfolg des Vorjahres kommt mit "Die Dienstreise" im Herbst erstmals ein Stück des ortansässigen Paul Greb auf die Bühnenbretter.
Beim Starkbierabend der "Sputniks" treffen die Heustreu Vereine und Stammtische im bayrischen Wettstreit aufeinander. "Maßkrugstemmen, Kuh-Euter blasen, Schuhplatteln und Wettschnupfen" nur einige der Disziplinen, die für Kurzweil im Kolpingsheim sorgen.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhang engagiert sich die Kolpingsfamilie in der Rumänienhilfe, der Pfarrsaal wird kurzerhand zum Lagerraum für Kleidung und Lebensmittel.